In Deutschland gibt es mehrere Dutzend Journalistenpreise. Sie werden von Verbänden, Institutionen, Unternehmen und Privatinitativen initiiert. Seriöse Preise prämieren einen engagierten und verdienstvollen Journalismus. Allerdings versuchen auch Wirtschaftsunternehmen und Lobbyvertretungen mit Journalistenpreisen unterschwellige PR-Arbeit zu betreiben. In der gedruckten Ausgabe der drehscheibe (02/2008, S. 14 bis 16) findet sich ein kritischer Beitrag zu diesem Thema. Auf dieser Website werden verschiedene Journalistenpreise zur Orientierung aufgelistet. Genauere Angaben zu den Preisen finden sich in der Regel auf den verlinkten Internetseiten der entsprechenden Initiatoren.
Henri Nannen Preis
Preis in den Kategorien Reportage, Dokumentation, investigativen Journalismus, Humor und Fotografie in der deutschsprachigen Presse. Wird vom Verlag Gruner + Jahr sowie dem Magazin Stern gestiftet (seit 2005). Der Reportage-Preis war ursprünglich als Egon Erwin Kisch-Preis (bis 2004) seit 1977 von Henri Nannen initiiert und gestiftet worden.
Theodor-Wolff-Preis
Preis für Essays, Kommentare und Reportagen in deutschsprachigen
Zeitungen. Wird vergeben vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger
(BDZV). Der Preis wird seit 1962 vergebenP-Preis war ursprünglich als Egon Erwin Kisch-Preis (bis 2004) seit 1977 von Henri Nannen initiiert und gestiftet worden.
Wächterpreis der Tagespresse
Ausgezeichnet wird die kritische und investigative Berichterstattung
über Korruption, Vetternwirtschaft, Missstände und Missbrauch.
Weiterhin wird er verliehen für das Abwenden von Angriffen auf die
Pressefreiheit. Der Preis wird seit 1969 von der Stiftung "Freiheit
der Presse" vom Verband der Hessischen Zeitungsverlage vergeben.
Axel-Springer-Preis für junge Journalisten
Der Preis wird vergeben in den Print-Kategorien Lokale/Regionale
Beiträge, Überregionale/Nationale Beiträge sowie Beiträge aus aus
Wochen-/Monatspublikationen, einschließlich Wochenendbeilagen aller
Tageszeitungen. Teilnehmen können Journalisten bis zum Alter von 33
Jahren. Der Preis wird seit 1991 vom Verlag Axel-Springer vergeben.
CNN Journalist Award
Der von CNN International ausgelobte Preis soll die
Auslandsberichterstattung im deutschsprachigen Raum fördern. Dabei
richtet sich der Preis an Nachwuchsjournalisten, in deren Berichten der
internationale Bezug im Vordergrund steht. Eingereicht werden können in
einem allgemein zugänglichen, deutschsprachigen Medium (Printmedium,
Hörfunksender, Fernsehsender oder Online-Medium) in Deutschland,
Österreich und der deutschsprachigen Schweiz veröffentlichte
Einzelbeiträge.
Förderpreis für junge Journalisten
Ausgezeichnet werden Beiträge zum Thema "Vision Europa". Dabei ist
egal, ob sie sich politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Aspekte
der europäischen Integration widmen. Die Ausschreibung ist
grundsätzlich offen, sie richtet sich besonders an freie Mitarbeiter,
Volontäre und Jungredakteure der Print- und elektronischen Medien.
Höchstalter für die Teilnahme ist 35 Jahre. Vergeben wird der Preis von
der Hanns-Seidel-Stiftung.
Erich-Schairer-Preis
Ausgezeichnet werden kurze, couragierte und sprachlich originelle
Meinungsbeiträge (Kommentare und Glossen), die in einer
baden-würtembergischen Zeitung erschienen sind. Stifter sind die
Erich-Schairer-Journalistenhilfe und die Stuttgarter Zeitung. Mitmachen können Journalisten bis zu einem Alter von 35 Jahren.
Förderpreis für junge Journalisten (Rheinland-Pfalz und Saarland)
Alle zwei Jahre werden Preise vom Zeitungsverlegerverband vergeben für
Artikel, die für einen modernen Regionalzeitungsjournalismus
beispielhaft erscheinen. Geeignet sind: Glosse, Kommentar, Leitartikel,
Reportage, Feature, kommunalpolitische Themen, Artikel aus den
Bereichen Service, Ratgeber, Lebenshilfe. Der Preis wird alle zwei
Jahre vergeben. Teilnahmeberechtigt sind Volontäre und freie
Mitarbeiter bis zur Vollendung des zweiten Berufsjahres, die für eine
Zeitung in Rheinland-Pfalz oder dem Saarland schreiben.
Hessischer Preis für junge Journalisten (Hessen und Thüringen)
Ausgezeichnet werden thematisch originelle, gründlich recherchierte und
treffend formulierte Artikel aus der hessischen und thüringischen
Tages- oder Wochenpresse. Stifter des Preises sind der Verband
Hessischer Zeitungsverleger und Dr. Siegfried Quandt (Uni Gießen).
Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik
Der seit 1977 von der Ludwig-Erhard-Stiftung e.V. vergebene Preis wird
als Hauptpreis und seit 1991 auch als Förderpreis verliehen, um
Informationen und Diskussionen über die Soziale Marktwirtschaft zu
fördern. Der Förderpreis ist ein Nachwuchswettbewerb und wird an
Journalisten, Wissenschaftler und Angehörige anderer Berufe vergeben,
die jünger als 35 Jahre sind.
Pater-Wolfgang-Seibel-Preis
Die Auszeichnung für Nachwuchsjournalisten wird seit 2004 vom
Förderverein des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses
(Fifp) verliehen. Benannt ist der Journalistenpreis nach dem Gründer
und langjährigen Leiter des ifp in München, Pater Dr. Wolfgang Seibel.
Vergeben wird der Preis in zwei Kategorien: "Print" und
"Hörfunk/Fernsehen". Der Preis wird für gute, wenn möglich
herausragende Arbeiten junger Stipendiaten sowie von Volontären bei
Kirchenzeitungen und im kirchlichen Privatfunk vergeben.
Peter-Boenisch-Gedächtnispreis
Mit dem Preis zeichnet der "Petersburger Dialog" seit 2005 junge
Journalisten aus, die durch eine sachgerechte und lebensnahe
Darstellung des Lebensalltags im jeweils anderen Land zum besseren
Verständnis zwischen Deutschen und Russen beitragen. In den drei
Kategorien Print/Internet, Hörfunk und Fernsehen werden abwechselnd
deutsche und russische Journalisten unter 35 Jahre mit dem Preis
ausgezeichnet. Der Preis wird im Gedenken an den 2005 verstorbenen
Journalisten Peter Boenisch (1927-2005) verliehen.
Alexander-Rhomberg-Preis
Ausgezeichnet werden Journalisten, die sich durch ihre Artikel
hervorragende Verdienste um die Sprachkultur in der Zeitungssprache
erworben haben. Altersgrenze ist 30 Jahre. Vergeben wird der Preis von
der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden in Zusammenarbeit
mit der Alexander-Rhomberg-Stiftung. Alexander Rhomberg (* 1943 in
Wien, † 1992) war Chefredakteur der „Nürnberger Zeitung“.
Ferag-Leser-Blatt-Bindungs-Preis
Sinkende Auflagen lassen den Fokus immer stärker auf den Leser richten. Wie gelingt es, Leser möglichst langfristig an die Zeitung zu binden? Gesucht werden die innovativsten Ideen und effektivsten Maßnahmen, die dazu geeignet sind, den Leser zu begeistern. Besonderen Wert legt die Jury auf crossmediale Konzepte, die auch die digitalen Kanäle mit einbeziehen. Der Ferag-Leser-Blatt-Bindungspreis ist eine Initiative des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen e.V. mit freundlicher Unterstützung der Ferag GmbH, Unternehmen für Förder- und Verarbeitungssysteme der Druckindustrie.
Deutsch-Französischer Journalistenpreis
Prämiert werden Beiträge, die das Verständnis des gesellschaftlichen
Lebens, Wirtschaft und Kultur zwischen beiden Ländern fördern. Dabei
können Beiträge aus den Sparten Fernsehen, Hörfunk und Printmedien
eingereicht werden. Stifter sind der Saarländische Rundfunk, France
Télévision, Radio France, Radio France Internationale, der
Deutsch-Französische Kulturrat, der Generalrat des Départements
Moselle, das Deutsch-Französische Jugendwerk, das Zweite Deutsche
Fernsehen sowie der Holtzbrinck Verlagsgruppe. Der Preis wird seit 1983
vergeben.
n-ost Reportagepreis
Mit dem Preis zeichnet n-ost Journalisten aus, die genau beobachten, gründlich recherchieren und mit außergewöhnlichen Reportagen Osteuropa sichtbar machen. So fördert n-ost eine hochwertige Berichterstattung, die Stereotype durchbricht und Grenzen überwindet. Die eingereichten Arbeiten müssen in deutschsprachigen Tages- und
Wochenzeitungen, Zeitschriften oder Online-Medien erschienen sein.
Lorenzo-Natali-Preis (Europa)
Ausgezeichnet werden journalistische Leistungen in den Bereichen
Entwicklungspolitik, Menschenrechte und Demokratisierung. Stifter ist
die Europäische Kommission.
Deutsch-Polnischer-Journalistenpreis
Prämiert werden die besten Beiträge, die über das jeweilige Nachbarland
fair und offen berichtet haben und die im Vorjahr in Hörfunk, Fernsehen
oder Printmedien gesendet, gedruckt oder im Internet veröffentlicht
wurden.Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis ist 1997 von den
Regierungssprechern von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen
sowie den Wojewodschaftssprechern von Grünberg (Zielona Góra),
Landsberg (Gorzów Wlkp.), Hirschberg (Jelenia Góra) und Stettin
(Szczecin) ins Leben gerufen worden.
Siebenpfeiffer-Preis
Ist eine Auszeichnung für Journalisten, die sich in der Tradition
Philipp Jakob Siebenpfeiffers (* 1789, † 1845) für die freiheitlichen
Grundrechte und die demokratischen Grundwerte einsetzen. Der Preis wird
seit 1987 alle zwei bis drei Jahre von der Siebenpfeiffer-Stiftung ausgeschrieben.
Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus
Der Preis wurde 1995 von der Verlagsgruppe Holtzbrinck anlässlich des
150-jährigen Bestehens der Zeitschrift "Scientific American", einer der
ältesten und weltweit angesehensten populärwissenschaftlichen
Zeitschriften, begründet. Der Preis zeichnet herausragende Leistungen
insbesondere aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technologie und
Medizin, aus. Es werden zwei Preise (Print und elektronische Medien)
verliehen.
Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik
Der Preis wurde 2000 von der Verlagsgruppe Holtzbrinck zur Förderung
der journalistischen Qualität im Bereich des deutschsprachigen
Wirtschaftsjournalismus gestiftet. Es werden bis zu drei Preise (Print,
elektronische Medien und Online) vergeben, darüber hinaus ein
Nachwuchspreis für Autoren bis 30 Jahre.
Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie (PUNKT)
Dieser Preis wird seit 2005 von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften jährlich verliehen. Ziel ist, originelle und verständliche Darstellungen zu prämieren, die technische Inhalte buchstäblich auf den Punkt bringen. Ausdrücklich sind auch Lokaljournalisten aufgerufen, Beiträge einzureichen. Das Preisgeld beträgt jeweils 5.000 Euro. In der Kategorie Text können Bewerbungen in den Sparten Tageszeitung und Magazin/Zeitschrift/Wochenzeitung eingesandt werden. In der Kategorie Foto können Interessenten Einzelfotos, eine Fotoserie sowie ein Exposé für das acatech Fotostipendium einreichen. In der neuen Kategorie Multimedia ist eine Eigenbewerbung oder auch die Nominierung Dritter möglich. Einsendeschluss für die Kategorie Text ist der 21. Mai 2012, für die Kategorien Foto und Multimedia sowie für das Fotostipendium der 13. August 2012. Die Gewinner werden am 16. Oktober 2012 auf der acatech Festveranstaltung in Berlin feierlich geehrt.
Europäischer Journalistenpreis des Verbandes Deutscher Medizinjournalisten
Der Preis zeichnet herausragende medizinjournalistische
Veröffentlichung/Sendung aus. Der Preis wird von der Bayer HealthCare
AG, Leverkusen, gestiftet und vom Verband Deutscher Medizinjournalisten
(VDMJ) 2003 erstmals verliehen.
Medizin im Wort
Der seit 1975 vergebene Medizinjournalistenpreise zeichnet besondere
journalistische Leistungen auf dem Gebiet Medizin und Gesundheit aus.
Der Preis wird von der Bundesärztekammer gestiftet und von der Bayer AG
gesponsert. Die Vergabe erfolgt durch das Kollegium der
Medizinjournalisten.
Medienpreis Politik des Deutschen Bundestages
Der Preis wurde 1993 vom Deutschen Bundestag gestiftet, und prämiiert
herausragende Arbeiten zum Parlamentarismus. Es werden meist zwei
Preise vergeben, einer für Printjournalismus, und einer für Radio- oder
Fernsehjournalismus.
Regino-Preis für herausragende Justizberichterstattung
Der Preis wird seit 2000 jährlich für Reportagen über die Justiz, den
Justizalltag, die Beteiligten im Justizgeschehen sowie Prozesse
vergeben. Er erinnert im Namen an Regino, einen mittelalterlichen Abt
des Klosters Prüm. Der Preis wurde von dem Heidelberger Rechtsanwalt
Wolfganmg Ferner ins Leben gerufen, unterstützt von der Neuen
Juristischen Wochenschrift (NJW) und dem Oberlandesgericht Koblenz.
JournalistInnenpreis der Deutschen Umweltstiftung
Der Preis wird seit 1982 von der Deutschen Umweltstiftung in Germsheim
vergeben. Ausgezeichnet werden einzelne Reportagen, Bücher,
Artikelserien, Film- oder Rundfunkbeiträge zu übergreifenden Themen im
Umweltbereich, die von besonderer Wichtigkeit sind. Über die
Preisvergabe entscheidet eine Jury, die aus den drei
Vorstandsmitgliedern der Stiftung besteht.
Emma-Journalistinnen-Preis
Der Preis wurde 1990 von der Emma-Gründerin Alice Schwarzer
initiiert und wird seitdem alle zwei Jahre an Journalistinnen vergeben,
um journalistische Qualität mit einem Bewusstsein für gesellschaftliche
Realitäten zu fördern und der strukturellen Benachteiligung von Frauen
in einem traditionell männlichen Beruf bestärkend entgegen zu wirken.
Deutscher Sozialpreis
Der Medienpreis der Freien Wohlfahrtspflege wird seit 1971 von der
Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege vergeben und
zeichnet herausragende soziale Beiträge aus Print, Hörfunk und
Fernsehen.
Ernst Schneider IHK Medienpreis
Der Preis wird von den Industrie- und Handelskammern Deutschlands
jährlich an Autoren des Hörfunks, der Fernsehens und von
Regionalzeitungen vergeben, die in allgemein verständlicher Weise
wirtschaftliches Wissen und die Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge
vermitteln und damit einen Beitrag zur Darstellung einer freiheitlichen
und sozialen Wirtschaftsordnung leisten. Vergeben wurden die Preise
seit 1971 zunächst im Wechsel für Rundfunk- und Fernsehproduktionen, ab
1990 parallel als Rundfunk- und Fernsehpreise. Der Preis für
Regionalzeitungen kam 2002 hinzu.
Herbert-Quandt-Medienpreis (Wirtschaft)
Der Preis würdigt seit 1986 jährlich Journalisten und Publizisten aller
Medien, die sich in anspruchsvoller und allgemeinverständlicher Weise
mit dem Wirken und der Bedeutung von Unternehmern und Unternehmen in
der Marktwirtschaft auseinandersetzen. Der Preis wird vergeben von der
Johanna-Quandt-Stiftung.
Katholischer Medienpreis
Ausgezeichnet werden Beiträge, die die Orientierung an christlichen
Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche
Zusammenhänge fördern, das humanitäre und soziale
Verantwortungsbewußtsein stärken und zum Zusammenleben
unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und
Einzelpersonen beitragen. Die Deutsche Bischofskonferenz vergibt seit
2003 den Preis. Die Auszeichnung steht in Nachfolge des seit 1974
verliehenen "Katholischen Journalistenpreises".
Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler
Beiträge aus Printmedien, Rundfunk oder Fernsehen, die das Bewusstsein
der Öffentlichkeit für einen verantwortungsvollen Umgang mit
Steuergeldern, Gebühren und Beiträgen fördern. Der Preis ist auf
Nordrhein-Westfalen beschränkt.
Alternativer Medienpreis
Der seit 1999 existierende Preis zeichnet medienübergreifend etablierte
Medien ebenso wie Bürgermedien aus. Er wird in den Sparten Print,
Audio/Video und Online verliehen. Gründer des Preises sind das
Nürnberger Alternativradio Radio Z und die Nürnberger Medienakademie e.
V. Beides sind als gemeinnützig anerkannte Vereine. 2007 ist der
Münchner Medienladen der Journalistenakademie als Mitveranstalter hinzu
gekommen. Weitere Sponsoren und Unterstützer sind die dju/ver.di, das
Kulturreferat der Stadt Nürnberg, die Friedrich-Ebert-Stiftung u.a.
Felix-Rexhausen-Preis
Mit dem jährlich vergebenen Preis wird publizistisches Engagement bei
der Berichterstattung über Lesben und Schwule gewürdigt. Vergeben wird
die Auszeichnung seit 1998 vom Bund Lesbischer und Schwuler
JournalistInnen e.V. (BLSJ). Benannt ist er nach dem
selbstbewusst-schwulen Journalisten Felix Rexhausen.
Journalistenpreis Bahnhof
Der Preis wurde 1998 von Adam-Claus Eckert, dem langjährigen
Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Bahnhofsbuchhändler, gestiftet, um
herausragende journalistische Leistungen in deutschsprachigen
Printmedien zum Thema Bahnhof auszuzeichnen.
Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik
Der Preis wurde 1995 von der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz
gestiftet. Er wird jährlich zum Gedächtnis an Hildegard von Bingen an
Publizisten verliehen, die wie die Dichterin wegen „ihrer
außerordentlichen Fähigkeit die Erkenntnisse ihrer Zeit bewerten und im
positiven Sinne fortentwickeln“. Die Jury, die über die jeweiligen
Preisempfänger entscheidet, setzt sich aus den früheren Preisträgern
und Vertretern der Zahnärztekammer zusammen.
Helmut-Schmidt-Journalistenpreis
Der Preis ist ein jährlich vergebener Preis der ING-DiBa für besondere
Leistungen auf dem Gebiet des kritischen Verbraucherjournalismus.
Schirmherr und Namensgeber ist Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Seit
1996 zeichnet der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis
verbraucherorientierte Berichterstattung über Wirtschafts- und
Finanzthemen aus. Der Helmut-Schmidt-Preis wird seit 2002 nicht mehr
nach Mediengattungen, sondern auf drei gestaffelte Preise aufgeteilt.
Goldener Prometheus
Der Preis wurde 2006 erstmals vergeben und erfolgt im Auftrag des Medienmagazins V.i.S.d.P..
Als Kategorien bestehen Zeitungsjournalist des Jahres,
Magazinjournalist des Jahres, Fachpressejournalist des Jahres,
Onlinejournalist des Jahres, Radiojournalist des Jahres,
Fernsehjournalist des Jahres und Newcomer des Jahres.
Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement
Ausgezeichnet werden Berichte, Reportagen oder Kommentare, die
beispielhaft darstellen und fragen, wie und warum Menschen für sich und
für andere Verantwortung übernehmen. Der Preis wird seit 1998 von der
Robert-Bosch-Stiftung vergeben.
Hansel-Mieth-Preis
Die Reportagen-Agentur Zeitenspiegel aus Weinstadt widmet diesen Preis
ihrem 1998 verstorbenen Mitglied, der Fotografin Johanna „Hansel“ Mieth
aus Santa Rosa/Kalifornien. Der Preis zeichnet in ihrem Sinne
engagierte Text- und Bildreportagen in deutschsprachigen Print-Medien
aus. Der Preis wird seit 1998 vergeben.
Herbert-Riehl-Heyse-Preis
Ausgezeichnet werden mit diesem Preis politische
Essays, Kommentare oder nachdenkliche Aufsätze. Er wurde zum ersten Mal
vergeben. Der Preis wurde von den Gesellschaftern des Süddeutschen
Verlags gestiftet und 2005 erstmals vergeben. Der Preis wird alle zwei Jahre zur Erinnerung an den "SZ"-Essayisten Herbert Riehl-Heyse verliehen.
Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus
Prämiert werden Beiträge, die gesellschaftlich relevante aber gemessen
an deren Bedeutung nicht ausreichend behandelte Themen in das Blickfeld
der Öffentlichkeit zu rücken. Beispiele hierfür könnten sein
"unternehmerische Verantwortung", "Macht- oder Amtsmissbrauch",
"Diskriminierung", "Fremdenfeindlichkeit", "Manipulation der
öffentlichen Meinung", "soziale Kälte" usw. Der Preis wurde 2005
erstmals verliehen, er wurde von der Otto-Brenner-Stiftung im Andenken
an den Gewerkschaftsfunktionär Otto Brenner (* 8. November 1907; † 15.
April 1972) ausgelobt wird.