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Journalistenpreise

In Deutschland gibt es mehrere Dutzend Journalistenpreise. Sie werden von Verbänden, Institutionen, Unternehmen und Privatinitativen initiiert. Seriöse Preise prämieren einen engagierten und verdienstvollen Journalismus. Allerdings versuchen auch Wirtschaftsunternehmen und Lobbyvertretungen mit Journalistenpreisen unterschwellige PR-Arbeit zu betreiben. In der gedruckten Ausgabe der drehscheibe (02/2008, S. 14 bis 16) findet sich ein kritischer Beitrag zu diesem Thema. Auf dieser Website werden verschiedene Journalistenpreise zur Orientierung aufgelistet. Genauere Angaben zu den Preisen finden sich in der Regel auf den verlinkten Internetseiten der entsprechenden Initiatoren.

Renomierte deutschsprachige Journalistenpreise

W(ahl)-Award | 2013

Den Bundesadler originell aufspießen: Rund um Stimmzettel und Wahlurne ist bis zum Wahlsonntag am 22. September jede Menge passiert – insbesondere vor der eigenen Redaktionstür. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb sucht die besten Ideen zur Wahlberichterstattung. Dabei insbesondere im Fokus: Lokalredaktionen. Es geht um Beiträge in Tageszeitungen, Hörfunk und die dazugehörigen Online-Angebote, die Bundestagswahl kreativ und journalistisch überzeugend präsentieren. Und: Wahlmotivierend sollen sie sein – echte „Quotenbringer für die Demokratie“. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2013.

Henri Nannen Preis

Preis in den Kategorien Reportage, Dokumentation, investigativen Journalismus, Humor und Fotografie in der deutschsprachigen Presse. Wird vom Verlag Gruner + Jahr sowie dem Magazin Stern gestiftet (seit 2005). Der Reportage-Preis war ursprünglich als Egon Erwin Kisch-Preis (bis 2004) seit 1977 von Henri Nannen initiiert und gestiftet worden.

Theodor-Wolff-Preis

Journalistenpreis der deutschsprachigen Zeitungen. Wird seit 1962 vergeben vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Es werden jeweils zwei Preise in der Kategorie „Lokales“ und „Reportage/Essay/Analyse“ ausgelobt.

Wächterpreis der Tagespresse

Ausgezeichnet wird die kritische und investigative Berichterstattung über Korruption, Vetternwirtschaft, Missstände und Missbrauch. Weiterhin wird er verliehen für das Abwenden von Angriffen auf die Pressefreiheit. Der Preis wird seit 1969 von der Stiftung „Freiheit der Presse“ vom Verband der Hessischen Zeitungsverlage vergeben.

Deutscher Lokaljournalistenpreis

Mit dem Preis werden Beiträge zu beliebigen lokalen Themen, kontinuierliche Berichterstattung, beispielhafte Initiativen und Aktionen der Redaktionen, Konzepte und Serien sowie Komposition von Text und Bild ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1980 von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung vergeben und zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Lokaljournalisten.

Nachwuchspreise

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten

Der Preis wird vergeben in den Print-Kategorien Lokale/Regionale Beiträge, Überregionale/Nationale Beiträge sowie Beiträge aus aus Wochen-/Monatspublikationen, einschließlich Wochenendbeilagen aller Tageszeitungen. Teilnehmen können Journalisten bis zum Alter von 33 Jahren. Der Preis wird seit 1991 vom Verlag Axel-Springer vergeben.

CNN Journalist Award

Der von CNN International ausgelobte Preis soll die Auslandsberichterstattung im deutschsprachigen Raum fördern. Dabei richtet sich der Preis an Nachwuchsjournalisten, in deren Berichten der internationale Bezug im Vordergrund steht. Eingereicht werden können in einem allgemein zugänglichen, deutschsprachigen Medium (Printmedium, Hörfunksender, Fernsehsender oder Online-Medium) in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz veröffentlichte Einzelbeiträge.

Dietrich-Oppenberg-Medienpreis

Ausgezeichnet werden Reportagen über das Medienverhalten von Jugendlichen, ideenreiche Leseförderungsprojekte oder Berichte über wissenschaftliche Grundlagen der Sprach-, Lese- und Medienkompetenz. Der Preis wird seit 2004 vergeben von der Stiftung Lesen (Mainz) mit Unterstützung der Stiftung Pressehaus NRZ (Essen). Teilnehmen können Journalisten bis zu einem Alter von 35 Jahren.

Förderpreis für junge Journalisten

Ausgezeichnet werden Beiträge zum Thema „Vision Europa“. Dabei ist egal, ob sie sich politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Aspekte der europäischen Integration widmen. Die Ausschreibung ist grundsätzlich offen, sie richtet sich besonders an freie Mitarbeiter, Volontäre und Jungredakteure der Print- und elektronischen Medien. Höchstalter für die Teilnahme ist 35 Jahre. Vergeben wird der Preis von der Hanns-Seidel-Stiftung.

Erich-Schairer-Preis

Ausgezeichnet werden kurze, couragierte und sprachlich originelle Meinungsbeiträge (Kommentare und Glossen), die in einer baden-würtembergischen Zeitung erschienen sind. Stifter sind die Erich-Schairer-Journalistenhilfe und die Stuttgarter Zeitung. Mitmachen können Journalisten bis zu einem Alter von 35 Jahren.

Förderpreis für junge Journalisten (Rheinland-Pfalz und Saarland)

Alle zwei Jahre werden Preise vom Zeitungsverlegerverband vergeben für Artikel, die für einen modernen Regionalzeitungsjournalismus beispielhaft erscheinen. Geeignet sind: Glosse, Kommentar, Leitartikel, Reportage, Feature, kommunalpolitische Themen, Artikel aus den Bereichen Service, Ratgeber, Lebenshilfe. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Teilnahmeberechtigt sind Volontäre und freie Mitarbeiter bis zur Vollendung des zweiten Berufsjahres, die für eine Zeitung in Rheinland-Pfalz oder dem Saarland schreiben.

Hessischer Preis für junge Journalisten (Hessen und Thüringen)

Ausgezeichnet werden thematisch originelle, gründlich recherchierte und treffend formulierte Artikel aus der hessischen und thüringischen Tages- oder Wochenpresse. Stifter des Preises sind der Verband Hessischer Zeitungsverleger und Dr. Siegfried Quandt (Uni Gießen).

Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik

Der seit 1977 von der Ludwig-Erhard-Stiftung e.V. vergebene Preis wird als Hauptpreis und seit 1991 auch als Förderpreis verliehen, um Informationen und Diskussionen über die Soziale Marktwirtschaft zu fördern. Der Förderpreis ist ein Nachwuchswettbewerb und wird an Journalisten, Wissenschaftler und Angehörige anderer Berufe vergeben, die jünger als 35 Jahre sind.

Pater-Wolfgang-Seibel-Preis

Die Auszeichnung für Nachwuchsjournalisten wird seit 2004 vom Förderverein des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (Fifp) verliehen. Benannt ist der Journalistenpreis nach dem Gründer und langjährigen Leiter des ifp in München, Pater Dr. Wolfgang Seibel. Vergeben wird der Preis in zwei Kategorien: "Print" und "Hörfunk/Fernsehen". Der Preis wird für gute, wenn möglich herausragende Arbeiten junger Stipendiaten sowie von Volontären bei Kirchenzeitungen und im kirchlichen Privatfunk vergeben.

Peter-Boenisch-Gedächtnispreis

Mit dem Preis zeichnet der "Petersburger Dialog" seit 2005 junge Journalisten aus, die durch eine sachgerechte und lebensnahe Darstellung des Lebensalltags im jeweils anderen Land zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Russen beitragen. In den drei Kategorien Print/Internet, Hörfunk und Fernsehen werden abwechselnd deutsche und russische Journalisten unter 35 Jahre mit dem Preis ausgezeichnet. Der Preis wird im Gedenken an den 2005 verstorbenen Journalisten Peter Boenisch (1927-2005) verliehen.

Alexander-Rhomberg-Preis

Ausgezeichnet werden Journalisten, die sich durch ihre Artikel hervorragende Verdienste um die Sprachkultur in der Zeitungssprache erworben haben. Altersgrenze ist 30 Jahre. Vergeben wird der Preis von der  Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Alexander-Rhomberg-Stiftung. Alexander Rhomberg (* 1943 in Wien, † 1992) war Chefredakteur der „Nürnberger Zeitung“.

Allgemeine Journalistenpreise

CIVIS – Europas Medienpreis für Integration

Gemeinsam für Integration und kulturelle Vielfalt, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – der Europäische CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt sucht Radio- und TV-Programme, Videos und Spielfilme sowie Internetangebote, die sich in überzeugender Weise der Themen Integration und kulturelle Vielfalt in Europa annehmen. Alle Radio- und Fernsehsender, Webanbieter, Hochschulen und Akademien in der EU und in der Schweiz können teilnehmen. Einsendeschluss ist der 20. Januar 2015. Der Preis ist dotiert.

Ferag-Leser-Blatt-Bindungs-Preis

Sinkende Auflagen lassen den Fokus immer stärker auf den Leser richten. Wie gelingt es, Leser möglichst langfristig an die Zeitung zu binden? Gesucht werden die innovativsten Ideen und effektivsten Maßnahmen, die dazu geeignet sind, den Leser zu begeistern. Besonderen Wert legt die Jury auf crossmediale Konzepte, die auch die digitalen Kanäle mit einbeziehen. Der Ferag-Leser-Blatt-Bindungspreis ist eine Initiative des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen e.V. mit freundlicher Unterstützung der Ferag GmbH, Unternehmen für Förder- und Verarbeitungssysteme der Druckindustrie.

Deutsch-Französischer Journalistenpreis

Prämiert werden Beiträge, die das Verständnis des gesellschaftlichen Lebens, Wirtschaft und Kultur zwischen beiden Ländern fördern. Dabei können Beiträge aus den Sparten Fernsehen, Hörfunk und Printmedien eingereicht werden. Stifter sind der Saarländische Rundfunk, France Télévision, Radio France, Radio France Internationale, der Deutsch-Französische Kulturrat, der Generalrat des Départements Moselle, das Deutsch-Französische Jugendwerk, das Zweite Deutsche Fernsehen sowie der Holtzbrinck Verlagsgruppe. Der Preis wird seit 1983 vergeben.

n-ost Reportagepreis

Mit dem Preis zeichnet n-ost Journalisten aus, die genau beobachten, gründlich recherchieren und mit außergewöhnlichen Reportagen Osteuropa sichtbar machen. So fördert n-ost eine hochwertige Berichterstattung, die Stereotype durchbricht und Grenzen überwindet. Die eingereichten Arbeiten müssen in deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften oder Online-Medien erschienen sein.

Lorenzo-Natali-Preis (Europa)

Ausgezeichnet werden journalistische Leistungen in den Bereichen Entwicklungspolitik, Menschenrechte und Demokratisierung. Stifter ist die Europäische Kommission.

Deutsch-Polnischer-Journalistenpreis

Prämiert werden die besten Beiträge, die über das jeweilige Nachbarland fair und offen berichtet haben und die im Vorjahr in Hörfunk, Fernsehen oder Printmedien gesendet, gedruckt oder im Internet veröffentlicht wurden.Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis ist 1997 von den Regierungssprechern von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sowie den Wojewodschaftssprechern von Grünberg (Zielona Góra), Landsberg (Gorzów Wlkp.), Hirschberg (Jelenia Góra) und Stettin (Szczecin) ins Leben gerufen worden.

Siebenpfeiffer-Preis

Ist eine Auszeichnung für Journalisten, die sich in der Tradition Philipp Jakob Siebenpfeiffers (* 1789, † 1845) für die freiheitlichen Grundrechte und die demokratischen Grundwerte einsetzen. Der Preis wird seit 1987 alle zwei bis drei Jahre von der Siebenpfeiffer-Stiftung ausgeschrieben.

Bert-Donnepp-Preis

Auszeichnung für außergewöhnliche medienpublizistische Leistungen. Der seit 1991 vergebene Preis soll zur kritischen Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Funktion der Medien ermutigen. Initiator des Preises ist der Verein der Freunde des Adolf-Grimme-Preises. Bert Donnepp war der Gründer des Adolf-Grimme-Instituts.

Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus

Der Preis wurde 1995 von der Verlagsgruppe Holtzbrinck anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Zeitschrift "Scientific American", einer der ältesten und weltweit angesehensten populärwissenschaftlichen Zeitschriften, begründet. Der Preis zeichnet herausragende Leistungen insbesondere aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technologie und Medizin, aus. Es werden zwei Preise (Print und elektronische Medien) verliehen.

Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik

Der Preis wurde 2000 von der Verlagsgruppe Holtzbrinck zur Förderung der journalistischen Qualität im Bereich des deutschsprachigen Wirtschaftsjournalismus gestiftet. Es werden bis zu drei Preise (Print, elektronische Medien und Online) vergeben, darüber hinaus ein Nachwuchspreis für Autoren bis 30 Jahre.

Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie (PUNKT)

Bereits zum zehnten Mal vergibt acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – dieses Jahr den PUNKT. In der Kategorie Text werden Beiträge prämiert, die durch die fundierte Darstellung von Technik den gesellschaftlichen Diskurs über Innovationen und deren Anwendungsmöglichkeiten unterstützen. Ausdrücklich sind auch Lokaljournalisten aufgerufen, Beiträge einzureichen.Bewerbungen sind ab sofort in den Sparten Tageszeitung und Magazin/Zeitschrift/Wochenzeitung möglich – das Preisgeld beträgt jeweils 5.000 Euro. Einsendeschluss ist der 19. Mai 2014.
Die Gewinner werden im Rahmen der acatech Festveranstaltung am 4. November 2014 in Berlin geehrt.

Europäischer Journalistenpreis des Verbandes Deutscher Medizinjournalisten

Der Preis zeichnet herausragende medizinjournalistische Veröffentlichung/Sendung aus. Der Preis wird von der Bayer HealthCare AG, Leverkusen, gestiftet und vom Verband Deutscher Medizinjournalisten (VDMJ) 2003 erstmals verliehen.

Medizin im Wort

Der seit 1975 vergebene Medizinjournalistenpreise zeichnet besondere journalistische Leistungen auf dem Gebiet Medizin und Gesundheit aus. Der Preis wird von der Bundesärztekammer gestiftet und von der Bayer AG gesponsert. Die Vergabe erfolgt durch das Kollegium der Medizinjournalisten.

Herbert-Hümmer-Medienpreis für Publikumsjournalisten

Der Preis wird seit 2006 von der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V ausgeschrieben. Gewürdigt werden journalistische Arbeiten, in denen es um die chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung Morbus Bechterew und deren Betroffene geht. Der Preis wird in den Kategorien Print/Online sowie Hörfunk/Fernsehen verliehen und ist jeweils mit 2.500 Euro dotiert. Journalisten können sich jeweils bis 1. April mit ihren Arbeiten bewerben.

Medienpreis Politik des Deutschen Bundestages

Der Preis wurde 1993 vom Deutschen Bundestag gestiftet, und prämiiert herausragende Arbeiten zum Parlamentarismus. Es werden meist zwei Preise vergeben, einer für Printjournalismus, und einer für Radio- oder Fernsehjournalismus.

Regino-Preis für herausragende Justizberichterstattung

Der Preis wird seit 2000 jährlich für Reportagen über die Justiz, den Justizalltag, die Beteiligten im Justizgeschehen sowie Prozesse vergeben. Er erinnert im Namen an Regino, einen mittelalterlichen Abt des Klosters Prüm. Der Preis wurde von dem Heidelberger Rechtsanwalt Wolfganmg Ferner ins Leben gerufen, unterstützt von der Neuen Juristischen Wochenschrift (NJW) und dem Oberlandesgericht Koblenz.

JournalistInnenpreis der Deutschen Umweltstiftung

Der Preis wird seit 1982 von der Deutschen Umweltstiftung in Germsheim vergeben. Ausgezeichnet werden einzelne Reportagen, Bücher, Artikelserien, Film- oder Rundfunkbeiträge zu übergreifenden Themen im Umweltbereich, die von besonderer Wichtigkeit sind. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die aus den drei Vorstandsmitgliedern der Stiftung besteht.

Emma-Journalistinnen-Preis

Der Preis wurde 1990 von der Emma-Gründerin Alice Schwarzer initiiert und wird seitdem alle zwei Jahre an Journalistinnen vergeben, um journalistische Qualität mit einem Bewusstsein für gesellschaftliche Realitäten zu fördern und der strukturellen Benachteiligung von Frauen in einem traditionell männlichen Beruf bestärkend entgegen zu wirken.

Deutscher Sozialpreis

Der Medienpreis der Freien Wohlfahrtspflege wird seit 1971 von der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege vergeben und zeichnet herausragende soziale Beiträge aus Print, Hörfunk und Fernsehen.

Ernst Schneider IHK Medienpreis

Der Preis wird von den Industrie- und Handelskammern Deutschlands jährlich an Autoren des Hörfunks, der Fernsehens und von Regionalzeitungen vergeben, die in allgemein verständlicher Weise wirtschaftliches Wissen und die Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge vermitteln und damit einen Beitrag zur Darstellung einer freiheitlichen und sozialen Wirtschaftsordnung leisten. Vergeben wurden die Preise seit 1971 zunächst im Wechsel für Rundfunk- und Fernsehproduktionen, ab 1990 parallel als Rundfunk- und Fernsehpreise. Der Preis für Regionalzeitungen kam 2002 hinzu.

Herbert-Quandt-Medienpreis (Wirtschaft)

Der Preis würdigt seit 1986 jährlich Journalisten und Publizisten aller Medien, die sich in anspruchsvoller und allgemeinverständlicher Weise mit dem Wirken und der Bedeutung von Unternehmern und Unternehmen in der Marktwirtschaft auseinandersetzen. Der Preis wird vergeben von der Johanna-Quandt-Stiftung.

Katholischer Medienpreis

Ausgezeichnet werden Beiträge, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewußtsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen. Die Deutsche Bischofskonferenz vergibt seit 2003 den Preis. Die Auszeichnung steht in Nachfolge des seit 1974 verliehenen "Katholischen Journalistenpreises".

Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler

Beiträge aus Printmedien, Rundfunk oder Fernsehen, die das Bewusstsein der Öffentlichkeit für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern, Gebühren und Beiträgen fördern. Der Preis ist auf Nordrhein-Westfalen beschränkt.

Alternativer Medienpreis

Der seit 1999 existierende Preis zeichnet medienübergreifend etablierte Medien ebenso wie Bürgermedien aus. Er wird in den Sparten Print, Audio/Video und Online verliehen. Gründer des Preises sind das Nürnberger Alternativradio Radio Z und die Nürnberger Medienakademie e. V. Beides sind als gemeinnützig anerkannte Vereine. 2007 ist der Münchner Medienladen der Journalistenakademie als Mitveranstalter hinzu gekommen. Weitere Sponsoren und Unterstützer sind die dju/ver.di, das Kulturreferat der Stadt Nürnberg, die Friedrich-Ebert-Stiftung u.a.

Felix-Rexhausen-Preis

Mit dem jährlich vergebenen Preis wird publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben und Schwule gewürdigt. Vergeben wird die Auszeichnung seit 1998 vom Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen e.V. (BLSJ). Benannt ist er nach dem selbstbewusst-schwulen Journalisten Felix Rexhausen.

Fritz-Sänger-Preis für mutigen Journalismus

Die Auszeichnung wurde 1981 vom Parteivorstand der SPD zum 80. Geburtstag des Journalisten und ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Fritz Sänger (* 24. Dezember 1901; † 30. Juli 1984) gestiftet. Der Preis soll denjenigen Anerkennung und Respekt zollen, die während ihres Lebens und Schaffens für Presse- und Rundfunkfreiheit eintreten. Der Preis wurde zuletzt 1998 vergeben.

Journalistenpreis Bahnhof

Der Preis wurde 1998 von Adam-Claus Eckert, dem langjährigen Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Bahnhofsbuchhändler, gestiftet, um herausragende journalistische Leistungen in deutschsprachigen Printmedien zum Thema Bahnhof auszuzeichnen.

Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik

Der Preis wurde 1995 von der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz gestiftet. Er wird jährlich zum Gedächtnis an Hildegard von Bingen an Publizisten verliehen, die wie die Dichterin wegen „ihrer außerordentlichen Fähigkeit die Erkenntnisse ihrer Zeit bewerten und im positiven Sinne fortentwickeln“. Die Jury, die über die jeweiligen Preisempfänger entscheidet, setzt sich aus den früheren Preisträgern und Vertretern der Zahnärztekammer zusammen.

Helmut-Schmidt-Journalistenpreis

Der Preis ist ein jährlich vergebener Preis der ING-DiBa für besondere Leistungen auf dem Gebiet des kritischen Verbraucherjournalismus. Schirmherr und Namensgeber ist Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Seit 1996 zeichnet der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis verbraucherorientierte Berichterstattung über Wirtschafts- und Finanzthemen aus. Der Helmut-Schmidt-Preis wird seit 2002 nicht mehr nach Mediengattungen, sondern auf drei gestaffelte Preise aufgeteilt.

Goldener Prometheus

Der Preis wurde 2006 erstmals vergeben und erfolgt im Auftrag des Medienmagazins V.i.S.d.P.. Als Kategorien bestehen Zeitungsjournalist des Jahres, Magazinjournalist des Jahres, Fachpressejournalist des Jahres, Onlinejournalist des Jahres, Radiojournalist des Jahres, Fernsehjournalist des Jahres und Newcomer des Jahres.

Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement

Ausgezeichnet werden Berichte, Reportagen oder Kommentare, die beispielhaft darstellen und fragen, wie und warum Menschen für sich und für andere Verantwortung übernehmen. Der Preis wird seit 1998 von der Robert-Bosch-Stiftung vergeben.

Hansel-Mieth-Preis

Die Reportagen-Agentur Zeitenspiegel aus Weinstadt widmet diesen Preis ihrem 1998 verstorbenen Mitglied, der Fotografin Johanna „Hansel“ Mieth aus Santa Rosa/Kalifornien. Der Preis zeichnet in ihrem Sinne engagierte Text- und Bildreportagen in deutschsprachigen Print-Medien aus. Der Preis wird seit 1998 vergeben.

Herbert-Riehl-Heyse-Preis

Ausgezeichnet werden mit diesem Preis politische Essays, Kommentare oder nachdenkliche Aufsätze. Er wurde zum ersten Mal vergeben. Der Preis wurde von den Gesellschaftern des Süddeutschen Verlags gestiftet und 2005 erstmals vergeben. Der Preis wird alle zwei Jahre zur Erinnerung an den "SZ"-Essayisten Herbert Riehl-Heyse verliehen.

Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus

Prämiert werden Beiträge, die gesellschaftlich relevante aber gemessen an deren Bedeutung nicht ausreichend behandelte Themen in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Beispiele hierfür könnten sein "unternehmerische Verantwortung", "Macht- oder Amtsmissbrauch", "Diskriminierung", "Fremdenfeindlichkeit", "Manipulation der öffentlichen Meinung", "soziale Kälte" usw. Der Preis wurde 2005 erstmals  verliehen, er wurde von der Otto-Brenner-Stiftung im Andenken an den Gewerkschaftsfunktionär Otto Brenner (* 8. November 1907; † 15. April 1972) ausgelobt wird.