Ludwigsburger Kreiszeitung

Eine Zeitung wird 200

von

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von Ulrike Trampus

Es war der 1. Juli 1818, als die erste Ausgabe 
der heutigen Ludwigsburger Kreiszeitung 
erschienen ist. Damals hieß die Zeitung noch Ludwigsburger Wochenblatt und tat dies mit „königlich württembergischer allerhöchster Genehmigung“. Seither haben sich die Zeiten und auch die Informationsgewohnheiten stark verändert. Am Anfang aller Überlegungen zum Jubiläumsjahr stand fest: Der Verlag Ungeheuer + Ulmer, der mit der LKZ eine der ältesten uneingeschränkt selbstständigen Tageszeitungen im Südwesten mit Vollredaktion herausgibt, möchte in diesem Jahr zwar auch zurück, aber vor allem nach vorne blicken.

Planung der Aktionen

Am 23. Februar 2017 fand die interne Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr 2018 statt. Unter Federführung von Katharina Bock, der Projektassistentin des Verlegers Gerhard Ulmer, trafen sich die jeweiligen Jubiläumsverantwortlichen der Verlagsabteilungen (Redaktion, Online, Lesermarkt, Anzeigen, Marketing, Druckvorstufe, Vertrieb, Messen & Events) zum ersten Jubiläumsmeeting. Im Gepäck hatte jeder Bereich bereits eine Ideensammlung. Alle Ideen kamen auf eine große Liste und wurden bis zum nächsten Meeting einen Monat später konkretisiert – und so manche auch wieder verworfen. Am Ende dieses etwa halbjährigen Planungsprozesses stand dann fest, was ab 1. Januar 2018 im Jubiläumsjahr für Leser, Kunden und solche, die es noch werden wollen und sollen, unter dem Jubiläumsmotto „Wertvolles lesen“ geboten sein wird.  


Hier eine Auswahl einiger Aktionen:


  • „Geschichten aus dem 19. Jahrhundert“: Ab dem 2. Januar täglich eine zum Datum des aktuellen Tages passende Notiz aus alten Zeitungsbänden. Geplant ist, daraus auch ein kleines, broschiertes Büchlein zu machen.
  • 
„Stadtgeschichten aus dem 19. Jahrhundert“: Bemerkenswerte lokale historische Begebenheiten werden in jeder Wochenendausgabe auf einer ganzen Zeitungsseite erzählt und mit exklusiven Aquarellzeichnungen eines Künstlers aus Ludwigsburg illustriert. Am Ende des Jahres erscheinen die „Stadtgeschichten“ auch als Buch.
  • 
Jubiläumshomepage (siehe Linkkasten): Auf dieser Seite finden sich eine Übersicht über alle Aktionen und Wissenswertes zu Verlag und Zeitung. Außerdem wird noch ein Imagefilm gedreht.
  • 
Jubiläumsbenefizkonzert zugunsten unserer Spendenaktion „Helferherz“.
  • Jubiläumsgewinnspiel: Seit Mitte Februar können Abonnenten über eine Gewinnhotline wöchentlich 200 Euro gewinnen. Sie müssen dazu eine Quizfrage zur Zeitung/zum Verlag beantworten. Zudem gibt es die Aktion „Abonnent des Monats“: Einmal im Monat führt ein Mitglied der Geschäftsleitung oder ein Abteilungsleiter zwei Leser durch den Verlag.
  • 
„Ludwigsburger Zeit(ungs)reise 1818–2018“: Im April erschien eine 64 Seiten starke Sonderveröffentlichung mit 60 ausgewählten historischen Titelseiten.
  • 
Jubiläumsausgabe „Mit der Zeitung in die Zukunft“ mit 116 Seiten.
  • 
Jubiläumsbuch einer Historikerin zur Verlags- und Zeitungsgeschichte in Ludwigsburg.
  • Zahlreiche Veranstaltungen: Festakt mit geladenen Gästen am 2. Juli, Leserfest für jedermann, Riverboat-Tour als Sommer­event (nur einmal beworben, sofort ausverkauft), Mitarbeiterfest, Jubiläumsveranstaltung der Gesprächsreihe „Menschen aus dem Kreis“ mit Bundespräsident a. D. Horst Köhler und seiner Frau.

Umsetzung des Redaktionsparts 

Die Stadtredaktion unter der Leitung des stellvertretenden Chefredakteurs Peter Maier-Stein kümmerte sich um die wöchentlichen Stadtgeschichten und die tägliche Rubrik mit Anekdoten. Dort wurden die Themen mit der Autorin Christa Lieb, die dafür das Zeitungsarchiv durchstöberte, abgestimmt und die Illustrationen mit dem Ludwigsburger Künstler Wolfgang Kern abgesprochen. Die dazugehörigen Buchprojekte wurden dann mit der Marketingabteilung koordiniert.
Eine Aufgabe für die gesamte Redaktion war die Jubiläumsausgabe am 30. Juni. Die Konzeption begann bereits im Juni 2017 mit einem Brainstorming aller Redakteurinnen und Redakteure. Auf eine kleinere und spezielle Redaktionsprojektgruppe haben wir bewusst verzichtet. Vielmehr skizzierten Peter Maier-Stein und ich im Vorfeld inhaltliche Grundgedanken: wenig Rückblick, viel Ausblick, wenig Selbstbespiegelung, viel Lesestoff zu relevanten Zukunftsthemen. Herausgekommen ist letztlich eine auf acht Themenschwerpunkten basierende Jubiläumszeitung: „Wir über uns“ (Zeitungsgeschichte und Verlagspräsentation), „Wo wir leben“ (Landschaft), „Wer wir sind“ (Heimat, Identität), „Wie wir arbeiten“ (Wirtschaft), „Wie wir uns fortbewegen“ (Mobilität), „Wie wir zusammenleben“ (Gesellschaft), „Wie wir unsere Freizeit verbringen“, „Was wir uns wünschen“ (persönliche Ausblicke).

 

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Kennzeichen aller Beiträge in der Jubiläumsausgabe ist der Blick vom Lokalen aufs Überregionale und Globale. In der Grundstimmung positiv, unterhaltend-informativ, nicht pro­blemüberbordend, durchaus kritisch, aber mit Neugierde auf das, was in der Zukunft kommt. Die Fragestellungen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, ziehen sich durch alle Themenschwerpunkte, im Mittelpunkt stehen die Menschen. Bei den Darstellungsformen haben wir uns im Wesentlichen auf Grafikseiten, Essays, Interviews, Umfragen, Gastbeiträge von Experten verständigt. Über die Ressort- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg konnten sich die Redakteurinnen und Redakteure für die Themen melden, die sie interessieren. Teils arbeiten auch mehrere Kollegen gemeinsam an einem Thema.
Das Layout wurde eigens von Zeitungsdesignerin Katja Hösli entworfen und von Layouter Dominik Koch umgesetzt. Jedes Thema bekommt ein eigenes Zeitungsbuch mit illus­trierter Aufschlagseite und Farbgestaltung. Die für die Ausgabe verkauften Anzeigen wurden sukzessive platziert, damit jeder Schreibende möglichst bald mit seinem Thema beginnen konnte. Aufgrund der großen Nachfrage der Kunden stellten wir etwa vier Wochen vor Anzeigenschluss fest, dass es notwendig sein würde, den Umfang von ursprünglich geplanten 96 auf 116 Seiten zu erweitern.

Die Zusammenarbeit unter Kollegen

Im Verlag hatten wir bereits bei anderen Projekten gute Erfahrungen mit einer bereichsübergreifenden 
Projektgruppe mit regelmäßigen Meetings und detaillierten Projektplänen gemacht. Das hat sich auch dieses Mal bewährt. Noch wissen wir ja nicht, wie die Jubiläumsausgabe
bei unseren Leserinnen und Lesern ankommt. Uns hat sie jedenfalls Spaß gemacht. Wir 
haben wieder einmal festgestellt, dass es 
bereichernd ist, wenn Kollegen themenübergreifend zusammenarbeiten.

Zum Online-Dossier „200 Jahre LKZ“

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