Redaktionskalender

Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.

Tag gegen Lärm

Jedes Jahr findet auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Akustik am 29. April der Tag gegen Lärm statt. Mit Ausstellungen und Vorträgen soll die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. Auch kostenlose Hörtests werden angeboten. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Motto: „Der Sound von morgen".

EXTRA-TIPP

Wo finden die Menschen am ehesten Momente der Stille? Passantinnen und Passanten befragt. Mit Fotos von ruhigen Orten der Region. Außerdem ein Selbstversuch: Eine Redakteurin oder ein Redakteur verbringt einen ganzen Tag in Stille (ohne Musik, TV etc.) Anschließend beschreiben sie ihre Erfahrungen.

Tag des Wolfes

Der Wolf ist nach Deutschland zurückgekehrt und sorgt für Debatten. Am 30. April informiert der Tag des Wolfes über die Lebensweise des Wildtieres und seinen Platz im Ökosystem. Denn als Jäger hilft er dabei, den Wildtierbestand zu regulieren. Gleichzeitig stellt er landwirtschaftliche Betriebe mit Weidetieren vor große Herausforderungen.

EXTRA-TIPP

Ein Tierexperte oder eine -expertin nennt fünf erstaunliche Fakten über Wölfe. Außerdem: Gibt es regionale Geschichten, Sagen oder Legenden, die sich um den Wolf drehen? Sind Orte nach dem Wolf benannt? Eine spannende Heimatseite.

Tag der Arbeit

Dieser Feiertag steht ganz im Zeichen der Arbeiterbewegung. Jedes Jahr versammeln sich am 1. Mai Gewerkschaften und andere Organisationen zu Demonstrationen und Kundgebungen. Der Tag geht zurück auf den 1. Mai 1886. Damals forderte der Journalist August Spies in einer Rede auf dem Haymarket in Chicago die Einführung des Achtstundentages.

EXTRA-TIPP

Streitgespräch zwischen einem Vertreter der Arbeitnehmerseite und einem Gewerkschafter: Müssen wir künftig wieder mehr arbeiten? Ist Arbeitszeitverkürzung sinnvoll angesichts der gegenwärtigen Krisen? Und wieso sollen die einen mehr arbeiten, während ständig Arbeitsplätze abgebaut werden sollen? Außerdem nachgefragt in der Fußgängerzone unter jungen Menschen: Wie stellen Sie sich das perfekte Arbeitsleben vor? Und Interview mit einem Gewerkschafter, einer Gewerkschafterin: Müssen ausgerechnet die Beschäftigten den Preis für die Transformation Deutschlands zahlen?

Uraufführung von „Peter und der Wolf“

90 Jahre – Das wohl bekannteste musikalische Märchen aller Zeiten, „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew, wurde am 2. Mai 1936 in Moskau uraufgeführt. Darin geht es um einen Jungen, der dem bösen Wolf das Handwerk legt. Der besondere Charakter des Märchens ergibt sich dadurch, dass jeder Figur ein eigenes Instrument zugeordnet ist. So wird Peter beispielsweise von einem Streichermotiv dargestellt. Prokofjews Werk gilt mittlerweile als Klassiker und wurde oft interpretiert. So gewannen Peter Ustinov, Leonard Bernstein und Karl Böhm mit ihren unterschiedlichen Versionen von „Peter und der Wolf“ jeweils einen Grammy Award im Bereich „Bestes Kinderalbum“.

EXTRA-TIPP

„Kinder, so klingt eine Oboe“: Wird Peter und der Wolf heute noch im Unterricht zur Instrumentenlehre genutzt? Welche Alternativen gibt es? Ein Musiklehrer oder eine -lehrerin im Gespräch.

 

Internationaler Tag der Pressefreiheit

Seit 1994 hat die Pressefreiheit ihren eigenen Gedenktag: Jedes Jahr am 3. Mai verleiht die Unesco den Guillermo-Cano-Preis an Personen, die sich besonders für die Pressefreiheit einsetzen. Außerdem veröffentlicht die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ an diesem Tag einen Bericht über die Freiheit der Presse in der Welt. Angesichts der Zunahme autoritärer Regime in der Welt gewinnt das Thema eine neue, tragische Brisanz. Blockierte Seiten, Cyber-Angriffe, harte Zensuren und Strafen prägen in vielen Ländern das Vorgehen gegen die Medien.

EXTRA-TIPP

Angepöbelt auf einer Demonstration, vom Bürgermeister am Telefon eingeschüchtert, Auskunft verweigert von Behörden etc.: aktuelle Fälle von eingeschränkter Pressefreiheit aus dem Redaktionsalltag vorgestellt. Außerdem: Interview mit einem Vertreter der örtlichen Abteilung von „Reporter ohne Grenzen“: Wie hat sich die Pressefreiheit entwickelt?

Mitbestimmungsgesetz verabschiedet

50 Jahre – Ein großer Schritt für Arbeitnehmer in Deutschland: Am 4. Mai 1976 wurde das Mitbestimmungsgesetz eingeführt. Es regelt die Beteiligung von Beschäftigten in Unternehmen. Die vorangegangenen Auseinandersetzungen erstreckten sich über rund 14 Jahre. Ziel war es, die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stärker zu berücksichtigen und Konflikte zwischen Belegschaft und Unternehmensführung auszugleichen. Seither gewährleistet das Mitbestimmungsgesetz die Aufnahme von Arbeitnehmervertretern in den Aufsichtsrat eines Unternehmens.

EXTRA-TIPP

Nachgefragt bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern: Wie wichtig war und ist das Mitbestimmungsgesetz für die Wirtschaftskraft Deutschlands? Was müsste aber verbessert werden?

Welthebammentag

Den Beruf der Hebamme gab es schon im Altertum. Lange vor Gesundheitssystemen, Krankenkassen und modernen Kreißsälen in Kliniken war es das Wissen der Hebammen, das Müttern half, ihre Kinder auf die Welt zu bringen. Das ist bis heute so. Weltweit weisen am 5. Mai Aktionen und Infoveranstaltungen auf den Wert von Hebammenarbeit hin.

EXTRA-TIPP

Danke fürs Leben: Reportage über ein Treffen einer (ehemaligen) Hebamme und eines mittlerweile Erwachsenen, der oder dem sie geholfen hat, auf die Welt zu kommen. Dazu: Ein Redakteur begleitet eine Hebamme bei ihrer Arbeit in der Region und schaut ihr über die Schulter. Und: Hebamme, Fehlanzeige! Vielerorts gibt es zu wenige Geburtshelferinnen und -helfer. Ist der Beruf nicht attraktiv genug? Liegt es an der Vergütung? Eine Beitragsserie, die die Perspektiven von Hebammen zeigt und sie zu Wort kommen lässt.

Tag des Lokaljournalismus ***

Zum ersten Mal findet dieses Jahr der Tag des Lokaljournalismus im größeren Rahmen statt – bundesweit beteiligen sich viele Verlage, auch in Österreich und der Schweiz. Sind Sie dabei?

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Mehr Infos gibt es hier: tag-des-lokaljournalismus.de
Und hier geht es zu unserer Sonderausgabe.

Geburtstag von Sigmund Freud

170 Jahre – Er hat die Sozial- und Geisteswissenschaftler geprägt wie kaum ein anderer: Sigmund Freud. Geboren wurde er am 6. Mai 1856 als Sohn eines Textilkaufmanns in Pribor (Freiberg), im heutigen Tschechien. Er begründete die Psychoanalyse, die anfangs umstritten war. Freud arbeitete als Neurologe, verfasste aber zahlreiche theoretische Schriften, etwa „Die Traumdeutung“, Abhandlungen zur Sexualtheorie oder kulturtheoretische Schriften wie „Das Unbehagen in der Kultur“. Er starb am 23. September 1939 in London an Krebs.

EXTRA-TIPP

Traumdeutung: Ein Experte oder eine Expertin analysiert Leser-Träume. Außerdem: In welcher Praxis ist es am bequemsten? Psychologen stellen ihre Couch vor. Mit Fotogalerie. Und: Psychologinnen und Psychologen ordnen die Bedeutung Freuds zeitgeschichtlich ein.

Geburtstag von George Clooney

65 Jahre – Er ist einer der beliebtesten Schauspieler Hollywoods: George Clooney. Am 6. Mai 1961 wurde er in Lexington, Kentucky, geboren. Seine Karriere begann in den 80er-Jahren mit kleinen TV- Rollen. Berühmt wurde er mit der Arztserie „Emergency Room“. Auch als Regisseur feierte er Erfolge, etwa mit „Monuments Men“. Zudem setzt sich Clooney auch für die Menschenrechte ein.

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Ärztinnen und Ärzte befragt: Schauen Sie Krankenhausserien? Und kennen sie noch „Emergency Room“?